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Pferde & sportliche Aktivitäten

Pferde & sportliche Aktivitäten innerhalb der Einrichtung

Unsere Arbeit mit den Pferden des KIMARA-Hofes:

Die Jugendlichen sollen gerade durch den wertfreien Umgang mit den Pferden u.a. die Fähigkeit erlangen, bzw. ausbauen, für sich, ihre Teammitglieder und für die Tiere Verantwortung zu übernehmen. Berücksichtigt werden bei den folgenden Ausführungen immer das Alter und der jeweilige Entwicklungsstand des Einzelnen.

* Vor allem geprägt von Pat Parelli, dessen Philosophie wir im Umgang mit Pferden teilen und auf deren Grundlage die Arbeit mit unseren Pferden beruht.

Wir nutzen im Zusammensein mit den Pferden das Natural Horse-Man-Ship* Konzept was auf dem Kommunikationssystem welches die Pferde untereinander benutzen, basiert. Dabei imitieren wir deren Sprache (Körpersprache), um mit ihnen ins „Gespräch zu kommen“.

Dabei steht das Verhalten des Menschen gegenüber dem Pferd im Vordergrund. Das Pferd kennt seine Sprache, der Mensch muss, um gegenseitiges Vertrauen aufbauen zu können, dessen Sprache erlernen und anwenden. Wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Beziehungsarbeit zwischen Mensch und Pferd sind eine klare, ruhige aber  auch konsequente Haltung gegenüber dem Tier.

Zum Vergrößern ins Bild klickenDa das Pferd mit den Sensoren eines Fluchttieres ausgestattet ist, nimmt es auch die feinsten Nuancen von aggressiven, ungeduldigen, inkonsequenten aber auch ignoranten Verhalten wahr und gibt sofortige Rückmeldung an sein Gegenüber ab.

Erlernte und oft schon verinnerlichte nicht normentsprechende Verhaltensweisen, welche in gleichaltrigen Gruppen von Jugendlichen angewandt werden, um sich bei seinem Gegenüber Respekt zu verschaffen, funktionieren in der Arbeit mit dem Pferd nicht und werden als kontraproduktiv erlebt. Um das Pferd sicher führen und lenken zu können, unabhängig ob vom Boden oder seinem Rücken aus, müssen die Jugendlichen ihre bis dahin angewendeten Strategien neu überdenken und in der Regel ihr bisheriges Verhalten völlig verändern, um zum Ziel zu gelangen. Denn aufgrund der Tatsache, dass unsere Pferde weder auf dem Platz noch im Gelände mit keinerlei Hilfsmitteln wie Trense, Kandare, Sporen oder ähnlichem geritten oder geführt Zum Vergrößern ins Bild klickenwerden, ist zunächst von grundlegender Bedeutung den Umgang mit dem Pferd in seiner Sprache zu erlernen, um eine gemeinsame Kommunikation überhaupt ermöglichen zu können.

Das Erlernen von Geduld und einfühlsamer Ruhe in der Arbeit mit dem Pferd sind oft völlig neue Erfahrungen für die Jugendlichen. Bei anhaltender Motivation und Ausdauer des Einzelnen kann dies eine dauerhafte Auswirkung auf das gesamte Umfeld des Betroffenen mit sich bringen.

Zum Vergrößern ins Bild klickenZu Beginn wird eine „Kennenlernphase“ zwischen dem Pferd und dem jeweiligen Jugendlichen unter Anleitung eines Betreuers angebahnt. Dazu gehören unter anderem gemeinsame Absprachen, welche den Umgang mit dem Tier betreffen. Es werden erste mündliche Kenntnisse über das Pferd und sein Verhalten allgemein, ein erster Überblick über die geplanten Stunden mit deren Inhalten sowie Wünsche und Erwartungen abgeklärt. Um das Gesamtziel zu erreichen, welches eigenständiges Reiten im Gelände und das Durchführen von unterschiedlichen Veranstaltungen umfasst, die u. a. die Bewältigung Zum Vergrößern ins Bild klickenverschiedener Aufgaben an vorgesehenen Streckenpunkten beinhalten, müssen die Jugendlichen zunächst verschiedene Teilziele erfolgreich abschließen. Genaue Teilziele werden gemeinsam und individuell entwickelt. Ebenso wichtig ist aber auch die umfassende und gemeinsame Pflege und Versorgung der Pferde und restlichen Tiere des Hofes.

Die Natural Horse-Man-Ship Philosophie von Pat Parelli wurde eigens von uns in die Arbeit mit extrem auffälligen Jugendlichen integriert und mit dem Versuch, ein methodisches Vorgehen zum Thema zu entwickeln, aufbereitet.

Nähere Erläuterungen zu den sportlichen Maßnahmen:

Bewegung ist elementar. Deswegen sind sportliche Aktivitäten für uns als Familie und Einrichtung ein Bedürfnis, welches es zu fördern gilt wie u.a.: Fahrrad fahren, schwimmen, der Besuch im Fitnesscenter und es besteht ebenfalls die Möglichkeit die nahe liegenden Wassersportplätze zu nutzen.

Ein weiterer sportlicher Schwerpunkt liegt im Bereich des Kickboxens. Dabei geht es um die Veränderung der innerlichen Einstellung. Zum Vergrößern ins Bild klickenDas Kickboxen selbst, ob in einem vorbereitenden Training oder im Ring, wirkt gerade bei unseren Adressaten bewusstseinsverändernd. Denn hier stellt man sich nicht in erster Linie einem anderen sondern zunächst sich selbst. Es kostet Überwindung sich seiner eigenen Grenzen bewusst zu werden und sich seinen Ängsten, wie etwas noch nicht zu beherrschen, zu stellen. Die Realität, dass es immer einen Besseren geben kann, wird bewusst wahrgenommen und hat nichts mit den bisherigen Erfahrungen verschiedener körperlicher Auseinandersetzungen gleich, welche zumeist eh unfairen Bedingungen ausgesetzt waren. Gefördert wird hierbei Disziplin und Struktur und setzt einen festen Willen und die intrinsische Motivation voraus, sich wirklichen Herausforderungen auf einer anderen Ebene stellen zu wollen.

Natürlich werden bei allen sportlichen Angeboten die Interessen der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt.