Unser Ansatz
Leitbild & Leitlinien
Wir arbeiten nach dem individualpädagogischen Ansatz:
Jeder Mensch ist einzigartig und hat Anspruch auf eine ganz auf ihn abgestimmte Begleitung. Wichtig ist uns die Motivation des Jugendlichen zu erforschen und zu fördern. Unterschiedliche Fähigkeiten und Bedürfnisse werden aufgegriffen und diesen wird durch ein differenziertes Angebot entsprochen, um unter dem Aspekt der Empathie und Partizipation gemeinsame Hilfe- und Handlungsplanung zu ermöglichen.
Als weitere Grundlage aller Intervention dient uns der von Prof. Dr. Dr. Dr. Fthenakis hervorgehobene Ansatz der Ko-Konstruktion.
"Ko-Konstruktion stellt eine Interaktion dar, die auf bestimmte Ziele ausgerichtet ist. Ko-Konstruktion erfolgt vorrangig mit der Absicht, sich gemeinsam neue Inhalte zu erarbeiten, verschiedene Perspektiven kennenzulernen, zusammen mit anderen Probleme zu lösen, den momentanen Verstehenshorizont zu erweitern oder Ideen auszutauschen. Ko-Konstruktion vollzieht sich im interaktionistischen Modell. Entscheidend ist, dass das Kind und seine Umwelt aktiv sind (Prof. Dr. Dr. Dr. Fthenakis)"
Merkmale unserer Arbeit sind:
- werteorientiertes Handeln auf der Grundlage des christlichen Glaubens
- zielorientiertes und evaluierbares Handeln
- Aufbau einer Arbeitsbeziehung als Grundlage für erfolgreiche Verwirklichung der Ziele auch im Rahmen der Hilfeplanbegleitung
- respektvolles Handeln am Kind bzw. Jugendlichen und seiner Familie
- Einbeziehung der Biographie des Jugendlichen
- verantwortungsvolles Handeln
- selbstständiges Handeln
- Beteiligung des Kindes oder Jugendlichen
- Einbeziehung der Familie bzw. der Betreuer der Kinder und Jugendlichen
- Engagement
- Kontinuität
- Flexibilität
- Selbst- und Fremdevaluation auf der Basis der kollektiven Beratung
- zielorientiertes und evaluierbares Handeln
Schwerpunkte unserer Arbeit
Unsere pädagogische Arbeit nimmt zusätzlichen Bezug in den Schwerpunkten:
- Als Grundlage aller Intervention ist der von Prof. Dr. Dr. Dr. Fthenakis hervorgehobene Ansatz der Ko-Konstruktion, welcher sich ebenfalls auf die Arbeit mit älteren Kindern und Jugendlichen übertragen lässt.
- Förderung und Stärkung des kompetenten Umgangs mit Veränderungen und Belastungen (Resilienz)
- Förderung der sozialen Integration um ein Miteinander neu zu ermöglichen und wertschätzenden Umgang zu erlernen. Das heißt u.a., Verschiedenheiten zu akzeptieren und am Beispiel der eigenen Person als Bereicherung zu empfinden.
- Wir betrachten das Verhältnis zwischen Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen auf ein Dialog ausgerichtetes Geschehen, in welchem klare Erwartungen ausgesprochen werden und angemessene Unterstützung seitens des Betreuerteams gewährleistet wird. Unsere Arbeit zeigt sich in einer kindzentrierten sowie kompetenzorientierten Grundhaltung zum Kind/Jugendlichen.
- Wir stärken und fördern problemlösendes Verhalten.
- Angestrebt wird immer eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen am Erziehungsprozess beteiligten Personen.
Methoden und Ansätze
Unsere Einrichtung arbeitet nach handlungs- und erlebnispädagogischen Ansätzen. Wir bieten zeitlich und thematisch festgelegte Kurse aber auch fortlaufende Gruppen an. In den Gruppen besteht jederzeit die Möglichkeit des Ein- oder Ausstiegs eines Jugendlichen.
Beispielhafte Angebote:
- tiergestützte Maßnahmen mit dem Pferd oder Hund
- Rollenspiele mit anschließender Reflexion
- verschiedene Bewegungs-, Sport-, Werk- und Kreativangebote
- verschiedene Formen des Medieneinsatzes
- auf die Jugendlichen ausgerichtete Gesprächsrunden
- Möglichkeit der Führung von Einzelgesprächen
- Lerntechniken zur lebenspraktischen Handlungsplanung (Alert- Programm)
Beteiligung der Kinder und Jugendlichen:
Sinn und Zweck der Angebote werden mit den Jugendlichen erörtert und alle Vorgehensweisen gemeinsam besprochen.
Es werden gemeinsam individuelle Ziele festgelegt, doch jeder Jugendliche hat seinen eigenen Weg und sein eigenes Tempo um sein Ziel zu erreichen.
Jeder Jugendliche dokumentiert gemeinsam mit der Fachkraft die Erfahrungen und Erlebnisse während seiner Zeit auf dem Hof in einem Portfolio, um eigene Fortschritte für sich sichtbar zu machen.
Die Jugendlichen entscheiden selbstständig über den Inhalt ihres Portfolios.
Die Jugendlichen werden in die Planung der Stunden einbezogen, um Handlungsstrategien zu entwickeln und Handlungsplanung zu erproben und zu erlernen.
Konflikte und dazugehörende Lösungsstrategien sollen durch Transparenz bewältigt werden können.
Gestaltung der Beziehung/ emotionale Ebene:
- Wir bieten individuelle Betreuungsmöglichkeiten durch transparente und partizipatorische Arbeitsweise an.
- Dies ermöglicht ein hohes Maß an persönlicher Sicherheit für jedes Kind oder Jugendlichen.
- Dadurch existiert für die Kinder oder Jugendlichen ein geschützter Rahmen, um neue Erfahrungen zu sammeln und anzuwenden.
- Die Fachkräfte orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen des Kindes oder Jugendlichen. Dies bietet Raum für persönliche Anspruchsmöglichkeiten.
- Es findet Vermittlung von emotionaler Sicherheit statt. Erreicht wird dies durch Kontinuität und das Vorhandensein verlässlicher Beziehungen.
- Wir beachten die eigenen Fähigkeiten der Kinder oder Jugendlichen und deren potentielle Möglichkeiten.
- Es finden klare Absprachen über gegenseitige Erwartungen statt.
- Wir beachten altersbedingte Entwicklungsbedürfnisse.
- Einen hohen Anspruch stellt für uns ebenfalls das Einbeziehen der Personen dar, welche das Kind oder den Jugendlichen betreuen und in seiner Entwicklung begleiten.




