In Konfliktsituationen helfen, beraten und Wege finden: M.I.B.

Arbeit mit Pferden

Unsere Arbeit mit den Pferden des Kimara - Hofes

Zum Vergrößern ins Bild klickenNatural Horsemanship (Buch zum Thema) basiert auf dem Kommunikationssystem, welches die Pferde untereinander benutzen.

Die Jugendlichen sollen die Fähigkeit erlangen, für sich, ihre Teammitglieder und für die Tiere Verantwortung zu übernehmen. Berücksichtigt werden hierbei das Alter und der jeweilige Entwicklungsstand des Einzelnen.

Aufgrund der Tatsache, dass unsere Pferde weder auf dem Platz noch im Gelände mit keinerlei Hilfsmitteln wie Trense oder Kandare geritten oder geführt werden, ist zunächst von großer Bedeutung den Umgang mit dem Pferd in seiner Sprache zu erlernen, um eine gemeinsame Kommunikation ermöglichen zu können. Dabei steht das Verhalten des Menschen gegenüber dem Pferd im Vordergrund. Das Pferd kennt seine Sprache, der Mensch muss, um gegenseitiges Vertrauen aufbauen zu können, dessen Sprache erlernen und anwenden. Wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Beziehungsarbeit zwischen Mensch und Pferd sind eine klare, ruhige aber auch konsequente Haltung gegenüber dem Tier. Da das Pferd mit den Sensoren eines Fluchtieres ausgestattet ist, nimmt es auch die feinsten Nuancen von aggressiven, ungeduldigen, inkonsequenten aber auch ignoranten Verhalten wahr und gibt sofortige Rückmeldung an sein Gegenüber ab.

Zum Vergrößern ins Bild klickenErlernte und oft schon verinnerlichte nicht normentsprechende Verhaltensweisen, welche in gleichaltrigen Gruppen von Kindern und Jugendlichen angewandt werden, um sich bei seinem Gegenüber Respekt zu verschaffen, funktionieren in der Arbeit mit dem Pferd nicht und werden als kontraproduktiv erlebt. Um das Pferd sicher führen und lenken zu können, unabhängig ob vom Boden oder seinem Rücken aus, muss das Kind bzw. der Jugendliche seine bis dahin angewendeten Strategien neu überdenken und in der Regel sein bisheriges Verhalten völlig verändern, um zum Ziel zu gelangen.

Das Erlernen von Geduld und einfühlsamer Ruhe in der Arbeit mit dem Pferd sind oft völlig neue Erfahrungen für die Kinder und Jugendlichen. Bei anhaltender Motivation und Ausdauer des Einzelnen kann dies eine dauerhafte Auswirkung auf das gesamte Umfeld des Betroffenen mit sich bringen.

Zu Beginn der Maßnahme wird eine „Kennenlernphase“ zwischen Pferd und dem Kind bzw. Jugendlichen unter Anleitung eines Betreuers angebahnt. Dazu gehören unter anderem gemeinsame Absprachen, welche den Umgang mit dem Tier betreffen. Es werden erste mündliche Kenntnisse über das Pferd und sein Verhalten allgemein, ein erster Überblick über die geplanten Stunden mit deren Inhalten sowie Wünsche und Erwartungen abgeklärt.

Um das Gesamtziel zu erreichen, welches eine Tagesveranstaltung umfasst, die u. a. die Bewältigung verschiedener Aufgaben an vorgesehenen Streckenpunkten beinhaltet, müssen die TeilnehmerInnen zunächst verschiedene Teilziele erfolgreich abschließen. Nähere Informationen über den gesamten Verlauf und der zeitlichen Struktur erhalten Sie in einem persönlichen Kontakt.

Anfragen richten Sie bitte direkt an das M.I.B., zuständiger Ansprechpartner für diesen Bereich ist Frank Makowski.

 

Was wir erreichen möchten

Beispielhafte Ziele im Bereich der pferdgestützten Pädagogik:

  • Abbau und Loslassen von Aggressionen.
  • Erfahrungen sammeln über die eigene Selbstwirksamkeit.
  • Erlernen von Techniken im Köperfühlbereich An- und Entspannung.
  • Stärkung der Basiskompetenzen, unter anderem des Ichs- und Gruppengefühls in der Spiegelung des eigenen Verhaltens, am Pferd sichtbar gemacht. Das Pferd, der Spiegel meiner Seele!
  • Gemeinsam sich selbst regulierende Strategien in konfliktbesetzten Situationen erwerben.